Therapie

Therapie von Keuchhusten

Bei der Therapie von Keuchhusten geht es hauptsächlich darum, die Hustenattacken abzumildern, die Gefahr der Ansteckung zu senken und die Dauer der Krankheit zu verkürzen. Bei Säuglingen sollte es in Betracht gezogen werden, dass die Behandlung im Krankenhaus stattfindet.

Welche Therapie von Keuchhusten ist sinnvoll?

In der Regel verschreibt der Arzt ein Antibiotikum, wie beispielsweise Erythromycin, Azithromycin oder Clarithromycin, wodurch die die Bakterien abgetötet, die Ansteckungsgefahr verringert und der Verlauf positiv beeinfluss wird. Dieses Antibiotikum muss vierzehn Tage lang eingenommen werden. Trotzdem treten Hustenanfälle weiter auf. Sie können so lange dauern, bis sich die winzigen Flimmerhärchen auf den Bronchien wieder erholt haben und das Gift des Bakteriums abgebaut ist. Für die Genesung von Keuchhusten brauchen Sie also ausreichend Geduld.

Erwachsene sollten sich impfen lassen

Erwachsene, die ein Kind mit Keuchhusten pflegen und nicht gegen Keuchhusten geimpft sind, sollten dasselbe Antibiotikum einnehmen, wenn regelmäßiger, enger Kontakt mit dem erkrankten Kind besteht.
In dem Zeitraum zwischen der Infektion und dem eigentlichen Ausbrechen der Krankheit sollte keine Impfung mehr stattfinden. Erkrankte sind noch fünf bis sieben Tage ab Start der Therapie ansteckend, daher ist es ratsam, während dieser Zeit zu Hause zu bleiben und mit so wenig Menschen wie möglich in Kontakt zu kommen. Ferner ist es oftmals sehr anstreckend mit dem Husten zur Arbeit oder zur Schule zu gehen, daher sollten Sie mit ihrem Arzt abklären, wie lange sie zu Hause bleiben sollten.
Für Säuglinge ist es besser, wenn ihre Therapie von Keuchhusten im Krankenhaus stattfindet. Denn nur dort kann ihre Atemnot gelindert, der Schleim abgesaugt und das Risiko einer Erstickung verringert werden.

Was können Sie als Eltern tun?

Ein Kind, das an Keuchhusten erkrankt ist, benötigt viel Zuwendung, weil die Hustenattacken sehr anstrengend und kräftezehrend sind. Während einem Hustenanfall kann es hilfreich sein, wenn Sie ihr Kind beruhigen, es aufsetzen oder herumtragen. Ferner ist auch frische Luft gut. Nach einem Hustenanfall ist es wichtig, dass das Kind vier trinkt und nur leichte Speisen zu sich nimmt. Probieren Sie es mit Spaziergängen und etwas Spielen, um ihr Kind von der Krankheit so gut es geht abzulenken.

Allerdings müssen Sie aufpassen, denn jede körperliche Anstrengung oder manchmal nur ein herzhaftes Lachen kann eine Belastung darstellen und zu einer erneuten Hustenattacke führen. Gegen Keuchhusten helfen auch regelmäßige Inhalationen über einer Schüssel mit heißem Wasser sowie einige Löffeln Meersalz. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in einer Apotheke ein medizinisches Inhalationsgerät auszuleihen. Diese Geräte sind besser, weil die Wassertröpfchen feiner zerwirbelt und tiefer in die Bronchien eindringen können.

Ruhe ist die beste Medizin

Weitere Maßnahmen, um die Beschwerden bei Keuchhusten zu lindern sind unter anderem, das Schaffen einer ruhigen Umgebung. Denn das erkrankte Kind braucht vier Ruhe und muss versuchen, zu schlafen, weil die Hustenanfälle oftmals in der Nacht auftreten. Außerdem muss das Kind viel Flüssigkeit zu sich nehmen, was den Husten auch lindern kann. Achten Sie darauf, dass ihr Kind häufig eher kleinere Mahlzeiten isst. Ebenso ist es wichtig, dass die Raumluft stets kühl und feucht bleibt, damit keine Reizungen der Bronchien entstehen und sich die Hustenanfälle häufen.

 

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Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2015 von Keuch-Husten.de