Diagnose

Diagnose von Keuchhusten

Bevor Keuchhusten richtig therapiert werden kann, muss zunächst eine Diagnose von Keuchhusten erfolgen. Bei Verdacht auf Keuchhusten sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der Sie untersucht und die Diagnose stellen kann. Ein eindeutiger Hinweis, dass es sich um Keuchhusten handelt, sind die stakkatoähnlichen Hustenanfälle. Allerdings treten diese Hustenattacken noch nicht im ersten Stadium der Krankheit auf. Daher kann der Arzt in diesem Stadium nur mithilfe eines Rachenabstrichs feststellen, ob es sich um Keuchhusten handelt oder nicht. Erst zwei bis vier Woche nach der Infektion mit dieser Krankheit können Antikörper im Blut nachgewiesen werden.

Wie untersucht der Arzt bei Verdacht auf Keuchhusten?

Gerade bei Kindern ist Keuchhusten die naheliegende Ursache für die heftigen Hustenanfälle. Erwachsene sollten einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen, wenn sie an Reizhusten leiden, der nicht mehr aufhört. Eine aussagekräftige und schnelle Diagnose ist durch die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) möglich. Auf diese Weise kann Erbsubstanz von Krankheitserregern im Nasen-Rachen-Sekret nachweisen werden, bevor die Bildung von Antikörpern beginnt.

Mithilfe von PCR ist es möglich, winzige Mengen von Erbinformationen binnen weniger Stunden sehr häufig zu vervielfältigen. Hierbei handelt es sich um eine sehr empfindliche Infektionsdiagnostik, die zudem aufwendig und teuer ist. Außerdem wird der Arzt untersuchen, ob Komplikationen, wie beispielsweise eine Lungen- oder Mittelohrentzündung vorliegen.

Die Diagnose von Keuchhusten

Prinzipiell verläuft Keuchhusten in drei Phasen, die jeweils unterschiedliche Symptome aufweisen. Mithilfe einer detaillierten Anamnese ist es dem Arzt möglich herauszufinden, ob der Patient gegen Keuchhusten geimpft ist und ob der Kontakt zu erkrankten Personen hatte, wodurch der Verdacht auf Keuchhusten naheliegt. Insbesondere im zweiten Stadium kann der Arzt leicht anhand des stakkatoartigen Hustens sowie des anschließenden Keuchens beim Atemholen diagnostizieren, dass es sich um Keuchhusten handelt. Ferner ist auch die röhrenförmig herausgestreckte Zunge bei den Hustenanfällen ein deutliches Zeichen für Keuchhusten. Auch der Auswurf eines zähen, glasigen Schleims oder Erbrechen nach einer heftigen Hustenattacke ist charakteristisch für Keuchhusten.

Sobald allerdings atypische Symptome auftreten, ist das Stellen einer Diagnose nicht mehr ganz so einfach. Denn gerade bei Jugendlichen oder Erwachsenen sind die Symptome einer Infektion mit Keuchhusten weniger stark ausgeprägt und die Krankheit verläuft eher wie eine Bronchitis.
In diesen Fällen ist es schwierig die Infektionskrankheit richtig zu erkennen und zu behandeln.

Eine fehlende Diagnose von Keuchhusten kann möglicherweise dazu führen, dass im Laufe der Erkrankung Komplikationen auftreten oder es zu einer Lungenentzündung kommt.

Risikopatienten bei Keuchhusten

Darüber hinaus birgt unerkannter Keuchhusten die Gefahr, dass sich andere Risikopatienten, wie beispielsweise Neugeborene oder Säuglinge mit der Krankheit anstecken. Bei längeren Hustenanfällen, die nicht mehr von alleine weggehen, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen und sich nach einer weiterführenden Diagnostik erkundigen. Auch durch eine Blutentnahme ist die Diagnose möglich. Allerdings ist diese Variante erst zu einem späteren Zeitpunkt machbar, wenn bereits Antikörper im Blut gebildet worden sind.

Des Weiteren lässt die einmalige Blutentnahme noch keine eindeutigen Rückschlüsse zu. Nach der ersten Blutentnahme besteht bloß ein Verdacht, erst nach einer weiter Blutprobe nach zwei bis vier Wochen kann tatsächlich festgestellt werden, ob es sich um Keuchhusten handelt.

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Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2015 von Keuch-Husten.de